Was ist Aku­punk­tur?

Aku­punk­tur ist ein Heil­ver­fah­ren der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin (TCM). Die TCM ist wie­der­um eine mehr als 3000 Jahre alte Erfah­rungs­me­di­zin. Sie betrach­tet den Körper als ein ganz­heit­li­ches System, das von einem dich­ten Netz aus Ener­gie­bah­nen, soge­nann­ten Meri­dia­nen, durch­zo­gen ist. Die Meri­dia­ne ver­bin­den innere Organe, Organ­sys­te­me und äußere Kör­per­re­gio­nen mit­ein­an­der.
In einem gesun­den Körper herrscht nach tra­di­tio­nel­ler Lehr­mei­nung ein freier Fluss des Qi. Dessen Stö­rung durch Blo­cka­den kann zu Erkran­kun­gen führen. Als wich­ti­ger Teil­be­reich der Tra­di­tio­nel­len Chi­ne­si­schen Medi­zin wird die Aku­punk­tur ein­ge­setzt, um solche Stö­run­gen zu behan­deln. Dazu werden die Meri­dia­ne im Rahmen der Aku­punk­tur­be­hand­lung an genau fest­ge­leg­ten Punk­ten, von denen es im Körper mehr als 300 gibt, mit Nadeln sti­mu­liert.Ich ver­wen­de bei meiner Aku­punk­tur feine, geschlif­fe­ne Ein­mal­na­deln.

Aku­punk­tur heute

In den letz­ten zwan­zig Jahren hat die Aku­punk­tur auch in der west­li­chen Medi­zin an Bedeu­tung gewon­nen. Es erschei­nen regel­mä­ßig wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en zum Thema und die Zahl der Praxen, die Aku­punk­tur­be­hand­lun­gen in ihr Behand­lung­sport­fo­lio auf­neh­men, steigt stetig. Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) hat eine Indi­ka­ti­ons­lis­te ver­öf­fent­licht, laut der die Aku­punk­tur zum Bei­spiel bei fol­gen­den Sym­pto­men, Erkran­kun­gen und Beschwer­den ein­ge­setzt wird:

  • Chro­ni­sche Schmer­zen- Chro­ni­sche Schmer­zen
  • Erkran­kungs­schmer­zen des Bewe­gungs­ap­pa­ra­tes
  • Erkran­kun­gen der Atem­we­ge
  • All­er­gi­en
  • Magen-Darm-Beschwer­den
  • Gynä­ko­lo­gi­sche Erkran­kun­gen

Behand­lungs­ab­lauf: Wie funk­tio­niert Aku­punk­tur?

In meiner Praxis in Frei­burg ver­wen­de ich fein geschlif­fe­ne Ein­mal­na­deln, mit denen die Behand­lung für meine Pati­en­ten nahezu schmerz­frei ist. Bei der Behand­lung werden die Nadeln an genau fest­ge­leg­ten Punk­ten plat­ziert und ver­blei­ben dort ca. 20 Minu­ten. Durch den Nadel­reiz und die mit ihm ver­bun­de­ne Sti­mu­la­ti­on des vege­ta­ti­ven Ner­ven­sys­tems soll die Selbst­hei­lung (Auto­re­gu­la­ti­on) des Kör­pers unter­stützt werden. In der neue­ren For­schung gibt es Hin­wei­se darauf, dass durch die Nadel­sti­che die Aus­schüt­tung von schmerz­lin­dern­den Stof­fen wie Sero­to­nin und Endor­phi­nen ange­regt wird. Die meis­ten Pati­en­ten emp­fin­den die Behand­lung als wohl­tu­end und ent­span­nend. Sie ist in der Regel frei von Neben­wir­kun­gen und eignet sich auch zur Behand­lung von Kin­dern ab ca. 10 Jahren.

Anwen­dungs­ge­bie­te: Bei wel­chen Beschwer­den eignet sich die Aku­punk­tur?

Aku­punk­tur ist äußerst viel­fäl­tig ein­setz­bar und spielt in meiner Praxis zum Bei­spiel bei der Behand­lung von Erkran­kungs­schmer­zen und funk­tio­nel­len Beschwer­den eine große Rolle. Die Aku­punk­tur ist nicht nur wir­kungs­voll bei akuten Schmerz­zu­stän­den, son­dern eignet sich ebenso zur Behand­lung ortho­pä­di­scher Erkran­kun­gen, etwa chro­ni­schen Rücken­schmer­zen oder Beschwer­den nach einem Band­schei­ben­vor­fall. Auch bei inne­ren Erkran­kun­gen wie Magen-Darm- und Atem­wegs­er­kran­kun­gen oder bei All­er­gi­en kann eine Aku­punk­tur­be­hand­lung effek­tiv helfen. Dane­ben ist sie als The­ra­pie bei der Behand­lung von vege­ta­ti­ven Stö­run­gen des Kör­pers sinn­voll und unter­stüt­zend. Akku­punk­tur eignet sich auch als unter­stüt­zen­de Maß­nah­me zur Geburts­vor­be­rei­tung in der Schwan­ger­schaft.

Neben der Aku­punk­tur­be­hand­lung bieten sich die Homöo­pa­thie, die Osteo­pa­thie und die Neu­ral­the­ra­pie als wei­te­re Werk­zeu­ge der Funk­tio­nel­len Medi­zin an.